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R-UZK: Der Reformierte Unionszollkodex verständlich erklärt

Der derzeitige Unionszollkodex gilt in seinen wesentlichen Teilen seit dem 1. Mai 2016. Am 17. Mai 2023 legte die Europäische Kommission ihren Vorschlag für eine umfassende Reform des europäischen Zollrechts vor. Am 26. März 2026 erzielten der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament eine politische Einigung über den neuen Reformierten Unionszollkodex, kurz R-UZK.

Der R-UZK bildet das Kernstück der größten EU-Zollreform seit der Gründung der europäischen Zollunion im Jahr 1968. Er soll die europäischen Zollverfahren modernisieren, stärker digitalisieren und durch den geplanten EU Customs Data Hub grundlegend neu ausrichten.

Auf r-uzk.de beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um den neuen Unionszollkodex und zeigen, welche Veränderungen auf Unternehmen, Importeure, Exporteure, Zollvertreter und Logistikdienstleister zukommen.

Was ist der Reformierte Unionszollkodex?

Der R-UZK ist die umfassende Neufassung des derzeit geltenden Unionszollkodex. Er soll das europäische Zollrecht modernisieren, vereinheitlichen und stärker auf eine zentrale, datenbasierte Zollabwicklung ausrichten.

Warum wird der Unionszollkodex reformiert?

Gründe sind insbesondere das stark gestiegene Handelsvolumen, der wachsende Onlinehandel, neue Anforderungen an Produktsicherheit und Compliance sowie die Vielzahl unterschiedlicher europäischer Zollsysteme.

Ist der R-UZK bereits beschlossen?

Der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament haben sich am 26. März 2026 politisch auf die wesentlichen Inhalte verständigt. Die förmliche Verabschiedung und Veröffentlichung des endgültigen Rechtstextes stehen noch aus.

Wann tritt der R-UZK in Kraft?

Die Einführung wird schrittweise erfolgen. Deshalb ist zwischen dem formellen Inkrafttreten des R-UZK und der späteren praktischen Anwendung einzelner Vorschriften und IT-Systeme zu unterscheiden.

Was ist der EU Customs Data Hub?

Der EU Customs Data Hub soll die zentrale Datenplattform der europäischen Zollunion werden. Zoll- und Produktdaten sollen dort zusammengeführt und den zuständigen Behörden zur Verfügung gestellt werden.

Was bedeutet Trust & Check?

Trust & Check ist ein neuer Status für besonders zuverlässige und transparente Unternehmen. Im Gegenzug für einen weitreichenden Einblick in ihre Prozesse und Daten sollen sie zusätzliche Vereinfachungen bei der Zollabwicklung erhalten.

Wird Trust & Check den AEO ersetzen?

Trust & Check baut auf dem Grundgedanken des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten auf, soll jedoch deutlich weitergehende Anforderungen und Vereinfachungen umfassen. Wie bestehende AEO-Bewilligungen künftig behandelt werden, hängt von der endgültigen Ausgestaltung ab.

Welche Verantwortung erhält der Einführer?

Der Einführer soll künftig stärker für die Richtigkeit der Daten, die ordnungsgemäße Einfuhr und die Einhaltung weiterer unionsrechtlicher Vorgaben verantwortlich sein.

Ändert sich die Zollvertretung?

Die neuen Rollen und Verantwortlichkeiten können erhebliche Auswirkungen auf die direkte und indirekte Zollvertretung sowie auf mögliche Haftungsrisiken für Unternehmen und Dienstleister haben.

Welche Daten werden wichtiger?

Besonders wichtig werden vollständige und aktuelle Waren-, Lieferanten-, Transaktions- und Lieferkettendaten. Dazu gehören unter anderem Warennummern, Warenbeschreibungen, Ursprungsangaben, Zollwerte und Genehmigungsdaten.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Betroffen sind insbesondere Importeure, Exporteure, Industrie- und Handelsunternehmen, Onlinehändler, Plattformbetreiber, Speditionen, Zollvertreter und Logistikdienstleister.

Was sollten Unternehmen jetzt vorbereiten?

Unternehmen sollten ihre Zollprozesse, Rollen, Bewilligungen, Stammdaten, IT-Systeme und Verträge mit Dienstleistern frühzeitig überprüfen. Eine vollständige technische Umstellung ist derzeit noch nicht erforderlich, eine strukturierte Bestandsaufnahme jedoch bereits sinnvoll.

R-UZK kompakt und praxisnah erklärt

Welche Veränderungen bringt der Reformierte Unionszollkodex konkret? Welche neuen Rollen, Verantwortlichkeiten und Datenanforderungen entstehen? Und wie können sich Unternehmen auf den EU Customs Data Hub und Trust & Check vorbereiten?

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